Kepler Ellipsen, nicht nur in unserem Sonnensystem

Es beschreibt die Bewegung eines Körpers im zentralen Gravitationsfeld einer anderen Masse und wurde ein knappes Menschenalter später von Isaac Newton allgemein formuliert. Können wir Ellipsenbahnen anschaulich auch woanders im Weltraum finden?

 

Das findet man beeindruckend illustriert im gezeigten Video über ein junges Sonnensystem HR 8799 im Sternbild Pegasus, dessen zentrale Sonne etwa fünfmal so hell ist wie unsere Sonne. Das Video wurde aus vielen astronomischen Einzelaufnahmen zusammengesetzt, die mit einem der Keck-Teleskope auf Hawaii's Mauna Kea im Zeitraum von August 2009 bis Sommer 2016 erstellt wurden. Man sieht in der Animation links unten den jeweiligen Zeitpunkt der Einzelaufnahmen. Das Sonnensystem ist 30 Millionen Jahre alt, also noch sehr jung. Vergleichen wir das Alter des Universums von 13.8 Milliarden Jahren mit einem 12-Stundentag, dann wäre dieses Sonnensystem gerade erst 2 Minuten alt. Es liegt zusätzlich sehr nahe zu uns, nämlich nur 129 Lichtjahre entfernt, was für Astronomen ein besserer Katzensprung ist.

Deshalb konnte man die astronomischen Aufnahmen mit einem normalen optischen Teleskop ohne alle technischen Superauflösungstricks gewinnen.


Man sieht nun, dass sich bereits vier Planeten in etwa der Grösse von Jupiter gebildet haben, die die Sonne in im Zeitraum zwischen 40 und 400 Erdenjahren umkreisen. Aus dem heissen inneren Ring könnten eventuell weitere, vermutlich kleinere Planeten wie auch in unserem Sonnensystem entstehen. Man sieht weiter sehr schön in der zweiten Abbildung, dass die Bahnen der Planeten Ellipsen im Sinne von Kepler und Bürgi sind. Jetzt müssten dort nur noch intelligente Wesen leben, die zu uns gucken. Dann wären auch sie begeistert, dass sich kleine und grosse Planeten auf Ellipsenbahnen um eine Sonne drehen. Aber ob sie schon einen Bürgi, einen Kepler, einen Galilei und einen Newton hätten, die ihnen das erklären könnten? Zu den Aufnahmen: Die Bilder wurden von Christian Marois vom National Research Council of Canada's Herzberg Institute of Astrophysics aufgenommen. Die Filmanimation wurde von Jason Wang / University of California Berkeley /USA erstellt, der sie mir freundlicherweise zugesendet hat.

 

B. Braunecker

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